THEATER

Ferdinand Raimunds Toll & Wut

Eine theatralische Biographie

Raimund Toll&Wut 1
Raimund Toll&Wut 2
Raimund Toll&Wut 3
Raimund Toll&Wut 4
Raimund Toll&Wut 5

Ferdinand Raimund war ein Zerrissener. Unerfüllte und unerfüllbare Wünsche haben ihn angetrieben und immer wieder in Verzweiflung gestürzt: als Schauspieler, Theaterdirektor, in der Liebe. Diese Theaterinszenierung versucht auf sinnliche Weise eine Annäherung an das Leben des Dichters. Hinter der Biedermeierfassade des bekannten österreichischen Klassikers erscheint der von Selbstzweifeln, Eifersucht und Wut geplagte Mensch Raimund, der – Opfer seiner eigenen Hypochondrie – ein qualvolles Ende findet.

Sein Leben als Schauspieler, Komiker und Theaterdirektor ist von der Sehnsucht getragen, ein ernsthafter Tragödiendarsteller zu werden. Seine eigentlichen Ziele erreicht er im Beruf – trotz enormer Erfolge – nie. Raimunds Liebesverhältnisse sind von seiner nicht erfüllbaren Vorstellung einer idealen Liebe geprägt. Die Sehnsucht nach der vollkommenen Liebe taucht in seinen Theaterstücken immer wieder auf (Feenszenen, Dienstbotenszenen, etc.), im wahren Leben wird sie nicht erreicht.

Verschiedene Textquellen von Ferdinand Raimund wie Szenen aus seinen Zaubermärchen, Briefe, Gedichte, Theaterreden, Passagen aus dem Tagebuch von Antonie Wagner, Gerichtsmaterial und Zeitzeugnisse aus dem Fürst-Kaunitz-Prozess sowie Briefe, Aufzeichnungen und Tagebuchein-tragungen von Zeitgenossen werden zu einem lebendigen Theaterabend montiert. Das Publikum erlebt hautnah das Rundherum einer Aufführung im Leopoldstädter Theater mit Raimund als „Numero“, wird an den „allerheiligsten Ort“ des Theaters mit Raimund-Reliquien geführt und kann durch unterschiedliche sinnliche Erfahrungen ganzheitliches Theater erleben.

 

Sehen Sie hier den Fernsehbericht:


Textzusammenstellung und Dramaturgie Johannes C. Hoflehner und Michaela Konrad
Inszenierung und Raum Johannes C. Hoflehner
Kostüme Maria Bittner
Videoanimationen Klaudia Wanner
Regieassistenz Michaela Konrad
Technische Leitung Thomas Nichtenberger
Technische Assistenz Reinhard Kralik
Eigenproduktion Theater Forum Schwechat

Mit Kerstin Raunig, Klaus Haberl, Olivier Lendl und Bruno Reichert